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Obwohl die Zielsetzung der stationären Reha-Einrichtungen und der Betriebsärzte im Hinblick auf den Erhalt, die Wiederherstellung und die Verbesserung des Leistungsvermögens und der Lebensqualität eines Arbeitnehmers im Erwerbsleben und möglichst in seinem Betrieb und an seinem Arbeitsplatz in weiten Bereichen deckungsgleich sind, ist nicht nur die praktische Zusammenarbeit im Einzelfall sondern auch der Informationsfluß erst rudimentär entwickelt. Aufbau von Kommunikationsstrukturen auf persönlicher Ebene zwischen Reha-Einrichtungen und Betriebsärzten durch arbeitsmedizinisch orientierte Betriebsbegehungen für Fachpersonal aus Reha-Einrichtungen, interdisziplinäre Workshops zu Reha-Bedürftigkeit und -zielen und gemeinsame Fachveranstaltungen in Reha-Kliniken Aufbau eines EDV-gestützten Informationssystems zur Erleichterung der direkten Kontaktaufnahme und des Datenaustausches der Netzwerkteilnehmer Weiterentwicklung und flächendeckender Einsatz eines betriebsärztlichen Assessmentsystems zur Belastungsbeschreibung Erarbeitung, Weiterentwicklung und Erprobung belastungs- und tätigkeitsbezogener Reha-Konzepte Entwicklung ambulanter und teilstationärer Reha-Konzepte als Kooperationsmodelle Optimierung betrieblicher Wiedereingliederungsmaßnahmen Optimierung betriebsärztlicher Interventionsstrategien von der Einleitung von Reha-Maßnahmen bis zur betrieblichen Wiedereingliederung und Betreuung leistungsgewandelter Beschäftigter laufende Evaluation der mittel- und langfristigen Ergebnisse anhand ausgewählter Krankheitsgruppe
Dem Netzwerk gehören neben einer Anzahl Betriebsärztinnen und -ärzte inzwischen 12 Reha-Kliniken aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, ambulante Reha-Einrichtungen, das Berufsförderungswerk Hamburg, das Landesamt für Gesundheit u. Arbeitssicherheit des Landes Schleswig-Holstein, der Fachdienste Arbeit der AG Brücke S.-H. gGmbH, das Institut für Arbeitsmedizin der Universität zu Lübeck und weitere Partner an. Viele der angesprochenen Ebenen werden bereits erarbeitet oder befinden sich in der Umsetzungsphase. So setzen die beteiligten Reha-Kliniken seit etwa einem Jahr einen zweiseitigen Fragebogen zur Belastungsbeschreibung der Tätigkeiten ein, den sie ihren Patienten mit der Bitte, diesen möglichst gemeinsam mit ihrem Betriebsarzt auszufüllen, mit der Ankündigung des Aufnahmetermins zusenden. Mehrere Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit der Entwicklung belastungsorientierter Reha-Konzepte z.B. für Pflegepersonal, Berufskraftfahrer, oder Friseure. Gemeinsame Fachveranstaltungen und Betriebsbegehungen werden organisiert und durchgeführt.
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